Sanierungstipps

Dämmung im Altbau: Diese 3 Maßnahmen bringen am meisten

26. Januar 2026
5 Min. Lesezeit
Dämmung im Altbau: Diese 3 Maßnahmen bringen am meisten

Dämmung im Altbau: Diese 3 Maßnahmen bringen am meisten

Bei der energetischen Sanierung eines Altbaus stellt sich die Frage: Wo anfangen? Nicht jede Dämmmaßnahme hat das gleiche Kosten-Nutzen-Verhältnis. Wir zeigen Ihnen die Top 3 Maßnahmen, die den größten Effekt bei überschaubarem Aufwand bringen.

Die Dämmhierarchie: Wo verliert Ihr Haus Energie?

Typische Wärmeverluste im unsanierten Altbau:

  • Dach/Obergeschossdecke: 20-25%
  • Außenwände: 20-25%
  • Fenster: 15-20%
  • Kellerdecke: 10-15%
  • Lüftung: 20-25%

Strategie: Von oben nach unten sanieren – Dach zuerst, Keller zuletzt!

Top 1: Obergeschossdecke dämmen

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Warum zuerst?

  • Warme Luft steigt nach oben → größte Verluste
  • Einfachste und günstigste Maßnahme
  • Oft in Eigenleistung möglich
  • Keine Fassadengerüste nötig

Umsetzung

Begehbare Obergeschossdecke:

  • Dämmplatten (20-30 cm) auf Dachboden verlegen
  • OSB-Platten als begehbare Oberfläche
  • Kosten: ca. 40-60 €/m²
  • Ersparnis: 15-20% Heizkosten

Nicht begehbar (nur Stauraum):

  • Einblasdämmung zwischen Balken
  • Noch günstiger und schneller
  • Kosten: ca. 25-40 €/m²

Förderung

  • KfW 262: 15% Zuschuss (20% mit iSFP)
  • Steuerbonus: 20% über 3 Jahre absetzbar

Amortisation: 8-12 Jahre

Top 2: Kellerdecke dämmen

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Warum so effektiv?

  • Kalte Füße adé: Sofort spürbare Verbesserung
  • Relativ einfache Umsetzung von unten
  • Keine Außenarbeiten nötig
  • Schützt Rohrleitungen vor Frost

Umsetzung

Dämmplatten werden von unten an die Kellerdecke geklebt:

  • Material: Mineralwolle oder EPS-Platten
  • Dicke: 10-12 cm
  • Kosten: ca. 30-50 €/m²
  • Ersparnis: 5-10% Heizkosten

Achtung Raumhöhe: Prüfen Sie, ob die Deckenhöhe im Keller ausreicht (min. 2,10 m nach Dämmung empfohlen).

Alternative: Perimeterdämmung

Bei beheizten Kellerräumen: Außendämmung der Kellerwände (aufwändiger, aber effektiver).

Top 3: Fenster erneuern

Wann lohnt sich der Fenstertausch?

Alte Fenster (vor 1995) haben oft:

  • Einfachverglasung: U-Wert 5,0 W/(m²K)
  • Alte 2-fach-Verglasung: U-Wert 3,0 W/(m²K)

Moderne Fenster bieten:

  • 3-fach-Verglasung: U-Wert 0,7-0,9 W/(m²K)
  • Einsparung: bis zu 80% Wärmeverlust durch Fenster

Kosten und Förderung

  • Kosten: ca. 600-900 €/m² Fensterfläche (inkl. Einbau)
  • Förderung: 15% KfW-Zuschuss (20% mit iSFP)
  • Amortisation: 15-20 Jahre

Wichtig: Lüftungskonzept!

Nach Fenstertausch ist das Haus deutlich dichter:

  • Erhöhte Schimmelgefahr durch Feuchtigkeit
  • Lösung: Kontrollierte Wohnraumlüftung oder konsequentes Stoßlüften

Häufige Fehler bei der Altbau-Dämmung

❌ Fehler 1: Fassade zuerst dämmen

Viele beginnen mit der teuren Fassadendämmung – dabei bringen Dach und Keller oft mehr Ersparnis pro investiertem Euro.

❌ Fehler 2: Zu dünn dämmen

"Bisschen Dämmung ist besser als nichts" – Falsch! Zu dünne Dämmung erreicht nicht die Förderschwelle und amortisiert sich nie.

Mindestdicken für Förderung:

  • Dach: 20 cm
  • Außenwand: 14 cm
  • Kellerdecke: 10 cm

❌ Fehler 3: Wärmebrücken ignorieren

Dämmung ist nur so gut wie ihre schwächste Stelle:

  • Fensteranschlüsse sorgfältig abdichten
  • Rollladenkästen dämmen
  • Heizkörpernischen beachten

Die richtige Reihenfolge: Sanierungsfahrplan

Phase 1 (Quick Wins):

  1. Obergeschossdecke dämmen
  2. Kellerdecke dämmen
  3. Heizung optimieren

Phase 2 (Mittelfristig): 4. Fenster erneuern 5. Fassade dämmen (wenn wirtschaftlich sinnvoll)

Phase 3 (Langfristig): 6. Heizung auf erneuerbare Energien umstellen 7. Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Unser Service: Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP)

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